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Aktuelles

Neue Wege bei der Berufsausbildung

[05.11.2018]

Mit einem neuen Grundlagenlehrgang starten seit diesem Jahr die Azubis der ASI ins Berufsleben. Die „neuen“ Lehrlinge aller Gewerke durchlaufen im Anschluss an die Azubi-Startwoche bei den Stadtwerken noch einen dreiwöchigen Kurs bei der Handwerkskammer in Gera.

Die Idee stammt von Ausbildungsleiter Nico Schneider. Mehr Qualität bei der Ausbildung, Förderung des handwerklichen Geschicks, die frühzeitige Vermittlung eines „Rundumblick“ - das war das Ziel. In der Bildungsstätte der Handwerkskammer in Gera verfeinerte er mit Ausbildern diverser Fachbereiche das Konzept, definierte die zu vermittelnden Grundkenntnisse und wie diese speziell auf die Anforderungen der ASI zugeschnitten werden könnten.

Im August ging’s für die Azubis zum Mechatroniker, Anlagenmechaniker und Elektroniker dann erstmals los. Im Modul 1 „Der Lehrling im Unternehmen“ wurde ihnen vermittelt, wie ein Unternehmen aufgebaut ist, wie es funktioniert, welche Rolle der Auszubildende darin spielt und welche grundlegenden Anforderungen an den Arbeits- und Umweltschutz gestellt werden. Zwischendurch und zur Auflockerung gab es schon einen ersten Praxisteil, wurden Verdrahtungen durchgeführt und Grundlagen zur Elektrotechnik vermittelt – schließlich ist inzwischen in jedem unserer Berufsbilder etwas Elektronik gefordert.

Die zweite und dritte Woche standen im Zeichen der Metallbearbeitung. Detailliert wurde von den Fachleuten der Handwerkskammer der Umgang mit verschiedenen Werkzeugen gezeigt, Werkstoffe erläutert und das Messen, Anreißen und Zuschneiden geübt. Hand in Hand erlernten Mechatroniker, Anlagenmechaniker und Elektroniker der verschiedenen Fachrichtungen zum Beispiel, wie man ein Gewinde schneidet. Kenntnisse, die sie später auf ihren Baustellen einsetzen können.

Aus Sicht von Ausbilder und Azubis war es ein guter Start in die Lehrzeit. Wer wollte, konnte auf Firmenkosten sogar im Internat der Handwerkskammer übernachten, was zum Kennenlernen und zur Teambildung beitrug. Die nächsten 3 1/2 Jahre werden zeigen, ob diese gemeinsamen Grundlagen tatsächlich dazu führen, dass das Interesse und die Begeisterung für den Beruf steigen.